Onefootball
Helge Wohltmann

Zoff zwischen Köln-Ultras und dem Effzeh


Kölner Ultras der „Wilden Horde“ beschweren sich über die Kölner Vereinsführung. Der Klub versuche, Kritik von Fans zu unterdrücken.

„In den vergangenen Wochen berichteten uns mehrere FC-Fans, dass sie nach Einträgen in sozialen Netzwerken gezielt von einigen FC-Funktionären ‚kontaktiert‘ wurden. So wurde beispielsweise der FC-Fanclub ‚Geißbockgarde Mönchengladbach‘ nach einem Eintrag in einem sozialen Netzwerk zu den Vorfällen in Wolfsburg telefonisch ‚ermahnt'“, schreibt die Wilder Horde auf ihrer Webseite. Vorstandskritiker sollten damit „mundtot gemacht“ werden.

Das wird vom Verein auf ‚effzeh.com‘ allerdings dementiert: „Dass in anonymen Internetbeiträgen teilweise falsche, beleidigende und rufschädigende Behauptungen über den FC-Vorstand, über Funktionsträger und Mitarbeiter des 1. FC Köln aufgestellt werden, die bis hin zu Morddrohungen reichen, ist leider zutreffend. Nicht zutreffend ist, dass der Vorstand des FC Kritik von Fans im Internet unterdrücke oder behindere, gar die Medienabteilung als persönliche Privatdetektei missbrauche oder vermeintliche Vorstandskritiker mit Einschüchterungsversuchen mundtot mache.“

Im Falle der Geißbockgarde Mönchengladbach habe es sich um einen Beitrag über einen Polizeieinsatz gehandelt, der inhaltlich falsch gewesen sei, weshalb sich ein Mitarbeiter des 1. FC Köln beim Fanclub gemeldet habe. Danach sei der Beitrag gelöscht worden. „Es hat weder Drohungen noch eine Ermahnung gegeben. Das genannte Beispiel taugt daher gerade nicht dazu, die falsche Behauptung zu untermauern, der 1. FC Köln ‚ermahne‘ Mitglieder wegen unerwünschter Kritik in Online-Netzwerken.“

Die Stimmung zwischen Fans und Verein bleibt damit weiter angespannt. Die Ultras haben vor rund einem Jahr jeglichen Dialog mit dem Klub eingestellt, da sie sich nicht auf Augenhöhe behandelt fühlten.