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Erik Schmidt

Wie Ricardo Moar einst Bobic, Jaime und Co. nach Hannover lockte


Von 2002 bis 2004 arbeitete Ricardo Moar als Manager bei Hannover 96 und lockte Stars wie Fredi Bobic, Gheorghe Popescu und Jaime nach Niedersachsen. Nun verriet er, wie ihm das damals gelang.

„Manchmal muss man einfach zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein. Wir hatten das Glück, dass diese Spieler zu diesem Zeitpunkt verfügbar waren“, erklärte der heute 66-Jährige gegenüber der Presseabteilung des Zweitligisten, „Jaime kannte ich noch aus meiner Zeit in Spanien. Er wollte spielen, hatte aber starke Konkurrenz auf seiner Position. Popescu war gerade erst aus Italien nach Rumänien zurückgekehrt, fühlte sich dort aber nicht wohl. Und Fredi saß in Dortmund auf der Bank, war unzufrieden.“

Inzwischen arbeitet der Spanier für Eintracht Frankfurt

Moars Wechsel von Deportivo La Coruña, wo er Weltklassespieler wie Rivaldo und Roy Makaay entdeckt hatte, war ebenfalls ein Coup. „Martin Kind fragte mich damals: Herr Moar, warum kommen Sie von einem Champions-League-Klub zu einem Bundesliga-Aufsteiger?“, verriet der Sohn spanischer Gastarbeiter, die elf Jahre lang in Lippstadt lebten, „ich habe damals eine neue Herausforderung gesucht. Ich hatte in Spanien gutes Geld verdient und Erfolge gefeiert – aber ich hatte schon als Profi diesen Traum, eines Tages nach Deutschland zurückzukehren.“

Aufgrund von Erfolglosigkeit kam es aber schon zwei Jahre später zur einvernehmlichen Trennung. „Herr Kind war wohl der Meinung, dass es an der Zeit war, etwas zu ändern. Das war okay. Das habe ich akzeptiert“, so Moar, der sich inzwischen für Eintracht Frankfurt als Scout um den spanischen Markt kümmert. Sein Vorgesetzter dort? Fredi Bobic.