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Jan Schultz

Transfernews: Bas für die Bundesliga, Trainerrochaden im Unterhaus


Während wir uns Schritt für Schritt dem Ende der Transferperiode nähern, gibt es schon die ersten Trainerwechsel. Die Transfernews fassen wie immer alles zusammen.

Die Transfers des Tages

Der größte Deal des gestrigen Tages geht auf die Kappe von Eintracht Frankfurt. Die Hessen verloren in diesem Sommer mit Sébastien Haller und Luka Jović zwei junge Stürmer für viel Geld. Die Lücke soll nun Bas Dost, ein altbekannter Bundesliga-Knipser, füllen. Der Routinier kam für sieben Millionen Euro von Sporting.

Weitaus weniger spektakulär war der Wechsel von Xavier Mbuyamba. Der Name sagt euch gar nichts? Das ist (noch) nicht schlimm! Der Defensivmann spielte zuletzt bei der MVV Maastricht und ist gerade einmal 17 Jahre alt, er hat seine besten Jahre also noch vor sich. Dass seine Zukunft richtig strahlend werden kann, zeigt sein Transfer. Der Niederländer hat immerhin beim FC Barcelona unterschrieben.

Für einen Wechsel hat man sich auch beim VfL Bochum entschieden. Lediglich zwei Punkte aus den ersten vier Spielen sind eindeutig zu wenig für den Traditionsverein. Das findet auch Robin Dutt, der nach dem jüngsten Remis indirekt seinen Rücktritt anbot. Es folgte ein klärendes Gespräch mit den Verantwortlichen, an dessen Ende am Montag die Beurlaubung des 54-Jährigen stand.

Die bisherigen Co-Trainer Heiko Butscher und Oliver Barth sowie Torwart-Trainer Peter Greiber sollen die Mannschaft nun interimsweise betreuen. Im Erzgebirge ist man indes schon einen Schritt weiter. Nach der Trennung von Daniel Meyer übernimmt nun Dirk Schuster Aue.


Die Transfergerüchte des Tages

Mario Götze tat sich nach seiner Rückkehr zu Borussia Dortmund zunächst schwer, wieder in die Spur zu finden. Grund war unter anderem seine Stoffwechselerkrankung. In der abgelaufenen Spielzeit wurde der Weltmeister aber wieder wichtig für den BVB. Dass er seinen im Sommer 2020 auslaufenden Vertrag daher verlängern würde, schien eigentlich eine Selbstverständlichkeit zu sein.

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Und trotzdem warten die Fans bis heute auf eine Vollzugsmeldung. Laut übereinstimmenden Medienberichten geht es seit Wochen vor allem darum, ob Götze Gehaltseinbußen hinnehmen will. Laut ‚Bild‘ möchte der 27-Jährige aber nicht auf sein achtstelliges Gehalt verzichten. Zudem hinterfragt er wohl seine langfristigen Perspektiven. So soll die Tendenz aktuell gegen eine Verlängerung gehen.

Der Dortmunder wäre wohl nicht der einzige große Name, der im nächsten Sommer ablösefrei zu haben wäre. Denn auch das Arbeitspapier von Christian Eriksen läuft im kommenden Jahr aus. Oder wechselt der Däne sogar noch in diesem Sommer?

Tottenham-Trainer Mauricio Pochettino ließ seinen Star am Wochenende jedenfalls anfangs draußen und erklärte anschließend: „Wir warten alle, was passiert. Es ist eine schwierige Situation, aber in zehn Tagen, wenn das Transferfenster schließt, haben wir Klarheit.“ Damit ist also auch sicher: Wechselt Eriksen noch in diesem Jahr, dann in eine Top-Liga. Vor allem Real Madrid kommt infrage.

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Bei zehn Punkten aus den ersten vier Spielen darf der Hamburger SV mehr als zufrieden sein, zumal die Hanseaten so auch Tabellenführer sind. Verstärkungen braucht Dieter Hecking also nicht unbedingt mehr, dafür könnte der Klub mit Berkay Özcan noch einen Spieler abgeben. Laut ‚Bild‘ könnte der Profi einer Leihe gegenüber nicht abgeneigt sein, der HSV sowieso nicht. Demnach habe es schon einige lose Anfragen aus Istanbul gegeben.


Das Gesprächsthema des Tages

Anders als bei Götze und Eriksen ist ein ablösefreier Wechsel bei Timo Werner seit Sonntag nicht mehr möglich – zumindest nicht im kommenden Sommer. Durch die Blume hatte der Nationalstürmer schon verraten, dass er zu den Bayern will. Die hatten offensichtlich auf die kostengünstige Variante im nächsten Sommer gesetzt, schließlich sollte der Vertrag des Angreifers in Leipzig dann enden.

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Da wollten die Sachsen aber natürlich nicht mitmachen – und überzeugten Werner schließlich von einer Vertragsverlängerung bis 2023. Dabei half dem Vernehmen nach auch eine Ausstiegsklausel. Anders als zunächst vom ‚kicker‘ vermeldet wird der 23-Jährige damit im nächsten Sommer aber nicht zum Schnäppchen. Dank bereits festgelegter Boni kann der Preis laut ‚Bild‘ nämlich auf bis zu 60 Millionen Euro ansteigen. Da haben sich die Bayern wohl verzockt.


Das Quatschgerücht des Tages

Dass Profis nach Treffern gegen ihren Ex-Klub heutzutage oftmals demonstrativ nicht jubeln, gehört fast schon zum guten Ton. Warum soll sich ein Spieler also nicht auch über einen Sieg seines früheren Arbeitgebers freuen, wenn sein aktueller Klub unbeteiligt ist? Eben, dagegen spricht absolut gar nichts. Das bietet dann nicht einmal viel Spielraum zur Interpretation. Und doch wurde es gestern gemacht.

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Neymar erlaubte sich doch tatsächlich, Bilder einzelner Barça-Profis nach deren berauschenden Sieg gegen Betis auf Instagram zu liken. Prompt wurde vielerorts spekuliert, ein Wechsel könnte näher rücken. Grundsätzlich wollen wir nicht ausschließen, dass der Superstar in diesem Sommer noch nach Katalonien zurückkehrt. Aber die Erstellung einer Kausalkette ist in diesem Fall so lächerlich, dass wir es einfach in dieser Kategorie aufführen müssen. Und außerdem: Neymar gehört in diesem Sommer ebenso in die Transfernews wie der Eiffelturm nach Paris.