„Soll seinen Arsch bewegen“ – Dárdai schimpft über Hertha-Talent
„Soll seinen Arsch bewegen“ – Dárdai schimpft über Hertha-Talent

Sinan Kurt galt einmal als eines der größten Talente in Deutschland, doch der 21-Jährige ist dabei, seine große Chance zu verschwenden.

2014 hatte der FC Bayern noch drei Millionen Euro für den damaligen Jugendspieler von Borussia Mönchengladbach ausgegeben. Mit Leistung hat der Außenstürmer dieses Geld jedoch nicht zurückgezahlt, stattdessen folgte nur wenig später die Flucht zu Hertha BSC. Im Januar 2016 kauften die Berliner ihn für 500.000 Euro.

Doch jetzt hat Pál Dárdai genug von den Allüren seines Möchtegern-Stars. Der Trainer kritisiert die Einstellung des Jung-Profis: „Wenn du einen jungen Spieler immer wieder motivieren musst und immer wieder über Mentalität heulen musst, dann haben wir ein Problem“, sagte er nach dem Trainingslager in der Steiermark.

Abgegeben werden soll Kurt noch nicht, aber Dárdai stellt eine ganz klare Forderung: „Er soll seinen Arsch bewegen.“

Es ist aber die letzte Chance, doch noch seinen Durchbruch in der Hauptstadt zu schaffen. Das habe er auch gemerkt und sich entsprechend am Riemen gerissen: „Jetzt hat er hier angefangen, sich richtig zu bewegen. Aber warum muss ich das immer sagen“, fragte der 41-jährige Ungar.

Fraglich ist auch, wie lange Kurts Motivationsschub diesmal anhält. Dárdai scheint ebenfalls seine Zweifel zu haben, denn Kurt wurde als einziger Teilnehmer des Trainingslagers in keinem der beiden Testspiele eingesetzt.