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Jan Schultz

So plant die Polizei das Derby zwischen VfB und KSC


Am Sonntag ist es mal wieder soweit: Der VfB Stuttgart empfängt den wenig geliebten Nachbarn aus Karlsruhe. Nicht nur die Vereine bereiten sich intensiv auf dieses Duell vor, sondern auch die Polizei.

Bei einem Derby knallt es schließlich in aller Regelmäßigkeit, das zeigte sich etwa beim letzten Besuch des KSC. Vor zwei Jahren flog Pyrotechnik aufs Feld und in benachbarte Blöcke. Um derartige Bilder diesmal zu vermeiden, arbeiteten die beiden Vereine, Polizei, Kommunalbehörden, VVS, die Feuerwehr Stuttgart und DB Regio im Netzwerk Stadionallianzen zusammen.

„Wir versuchen viel miteinander zu kommunizieren, um so dicht wie möglich an die wahre Lage zu kommen und der passen wir auch dann die Kräfte an“, erklärt Thomas Berger, Vizepräsident der Polizei Stuttgart, gegenüber dem ‚SWR‘. Nach 24 Treffen des Netzwerks ist man zu dem Entschluss gekommen, die Anzahl der Polizeikräfte von 1000 beim letzten Derby auf 500 bis 700 zu senken.

Kein Alkohol für die Fans

Die Reduzierung ist auf die bessere Vorbereitung zurückzuführen, entspricht im Vergleich zu den normalerweise knapp 100 Beamten bei einem Ligaspiel aber dennoch einer klaren Steigerung. „Es sind Teile der Fanszene, auf die können wir uns nicht verlassen. Aber sie können sich darauf verlassen, dass wir uns auf sie konzentrieren“, so Berger.

Zu den Maßnahmen gehört unter anderem ein Verbot von Alkohol im Stadion und ein Puffer-Bereich um den KSC-Block. Auch große Taschen dürfen nicht mit in die Arena genommen werden. Der Vizepräsident der Polizei erhofft sich damit ein faires Derby: „Wenn alle hier aus dieser Stadt fahren und unverletzt zu ihren Familien nach Hause gehen, es zu einem fairen Ergebnis kommt und das Fußballspiel so ausgeht, dass der Fußball im Mittelpunkt gestanden ist und nicht wir.“