Schutz vor Scouts: HSV macht Training zur Geheimsache

Onefootball Niklas Levinsohn

Durch eine Maßnahme des Hamburger Trainerteams sind die geheimen Trainingseinheiten jetzt auch wirklich geheim.

„Den Plan, dass wir mal ein Spielfeld benötigen, um ungestört zu sein, gibt es schon lange Zeit“, erklärte Chefcoach Christian Titz die Sichtschutzplanen, die das Trainingsgelände der Hamburger am Donnerstag vor neugierigen Blicken abschirmten. Normalerweise lassen sich auch die nicht öffentlichen Einheiten des HSV relativ leicht verfolgen, doch damit soll jetzt Schluss sein.

Natürlich gilt der meterhohe Wall aus Sichtschutzplanen in der Hauptsache nicht den interessierten HSV-Anhängern, sondern den Scouts anderer Vereine. Allerdings soll die aktuelle Lösung, wenn es nach Christian Titz geht, nur vorübergehend sein. „Mir wäre es am liebsten, wenn wir einen fünf Meter hohen Zaun hätten, den wir bei Bedarf hochziehen und nach ein paar Minuten wieder runterfahren können“, beschrieb der 47-Jährige seine Wunschlösung.

Um ungewollten Beobachtern zu entgehen, könnten die Hamburger – wie in der Vergangenheit auch – zwar einfach ins Stadion ausweichen. Angesichts der bevorstehenden englischen Wochen jedoch keine Lösung, die dem Chefcoach gefallen würde: „Man weiß ja um den Zustand unseres Rasens.“