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Louis Richter

Offiziell: Neue Regionalliga-Reform tritt in Kraft


Gestern war es schon so gut wie klar, nun ist es ganz offiziell: beim heutigen Bundestag des DFB wurde die neue Regionalliga-Reform verabschiedet.

Ab der Saison 2018/19 tritt die Reform in Kraft, die aber ausdrücklich nur als „Übergangslösung“ bis zum Ende der Saison 2019/2020 vorgesehen ist. Dem Antrag der 21 Landesverbände stimmten 220 Wahlberechtigte zu, dagegen gab es elf Gegenstimmen und 28 Enthaltungen. Dabei gestaltet sich die Reform im Detail ein wenig anders, als zunächst angenommen:

Die Regionalliga Südwest verzichtet auf ihren zweiten Relegationsplatz, dafür steigt der Meister direkt auf. 2018/19 wird auch der Nordosten einen festen Aufstiegsplatz innehaben. Welcher Meister den dritten festen Aufstiegsplatz erhält, soll „vorab per Auslosung“ festgelegt werden. Die Verlierer der Auslosung spielen dann in Hin- und Rückspiel um den letzten Aufstiegsplatz.

Aber: die beiden Ligen, die den letzten Aufsteiger spielerisch ermitteln mussten, erhalten dafür in der anschließenden Saison 2019/2020 jeweils einen direkten Aufstiegsplatz. Der DFB stellt das auf der eigenen Website anhand eines Beispiels da:

„Beispiel: Im ersten Jahr würde neben Südwest und Nordost der Meister der Regionalliga Nord direkt in die 3. Liga aufsteigen. Dann würden in der Folgesaison neben dem Südwest-Meister die Vertreter aus Bayern und der Regionalliga West direkt aufsteigen – und die Meister Nordost und Norden die Entscheidungsspiele um den vierten Aufstiegsplatz bestreiten.“

Während dieser Phase wird DFB-Vizepräsident Peter Frymuth mit einer Arbeitsgruppe einen neuen Vorschlagen entwickeln, dieser soll dann ein Modell mit vier statt fünf Regionalligen enthalten.

Die Stimmen zur Reform

Reinhard Grindel sprach ausdrücklich von einer „Übergangslösung“. Das Zeil sei es, „bis zum DFB-Bundestag 2019 eine mehrheitsfähige Lösung zu finden, die auf vier statt fünf Regionalliga-Staffeln basiert, aus denen dann alle vier Meister aufsteigen.“

Dr. Rainer Koch, der 1. DFB-Vizepräsident Amateure, spricht von einer „deutlichen Verbesserung der Ist-Situation“. Peter Frymuth, der auch für die 3. Liga zuständig ist, sagte: „Die zweijährige Übergangslösung gibt der Arbeitsgruppe die Zeit, eine mehrheitsfähige Lösung zu entwickeln. Wir sind uns einig, dass am Ende des Prozesses die Zielsetzung angestrebt werden muss, dass für die vier Absteiger aus der 3. Liga eine direkte Möglichkeit des Wiederaufstiegs gewährleistet ist.“

NOFV-Präsident Rainer Milkoreit zeigte sich zufrieden mit der Lösung und glücklich über den Erhalt eines festen Aufstiegsplatzes im kommenden Jahr: „Wir sind uns aufgrund der Mehrheitsverhältnisse bewusst, dass dieser Antrag ein großes Entgegenkommen der anderen Regionalverbände für den Nordosten darstellt. Wir freuen uns, dass wir (…) in der kommenden Spielzeit über einen festen Aufstiegsplatz verfügen und werden unseren Beitrag leisten, bis 2019 eine neue, gemeinsame Regelung zu finden.“