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Erik Schmidt

Löw: „Wir müssen gegen Nordirland das Aggressionspotenzial erhöhen“


Auf der Pressekonferenz vor dem EM-Qualifikationsspiel der DFB-Elf am Montagabend in Nordirland kündigte Joachim Löw personelle Änderungen. In die Karten ließ sich der Bundestrainer dennoch nicht schauen.

Bereits am frühen Sonntagnachmittag wurde bekannt, dass Ilkay Gündogan in Belfast aufgrund eines grippalen Infekts nicht zur Verfügung stehen würde. Dabei war der Mittelfeldspieler von Manchester City, der bei der 2:4-Pleite gegen die Niederlande noch als Joker eingesetzt wurde, eigentlich für die Startelf vorgesehen. Das bestätigte Löw, der mit Kai Havertz einen potenziellen Ersatz nannte. Wer für den 28-Jährigen hätte weichen müssen, verriet der Bundestrainer hingegen nicht.

Nur fünf Akteure müssen nicht zittern

Dafür legte sich Löw bereits auf die Rückkehr zur Viererkette fest: „Der Gegner wird sicherlich nicht mit der offensiven Power wie die Niederlande kommen, das heißt wir brauchen nur zwei Innenverteidiger.“ Sicher ist zudem, dass erneut Manuel Neuer das Tor hüten wird.

Ansonsten steht Löw, der außerdem auf Linksverteidiger Nico Schulz verzichten muss, vor einem echten Personalpuzzle. „Es wird zwangsläufig Änderungen geben“, so der Bundestrainer. Von den elf Akteuren, die am Freitag begannen, müssen wohl neben dem Kapitän nur Niklas Süle, Joshua Kimmich, Toni Kroos und Serge Gnabry nicht um ihren Platz zittern.

Auf den dürftigen Auftritt am Freitag wollte Löw unterdessen nicht genauer zurückblicken. Stattdessen erklärte er, worauf es gegen die Nordiren ankomme: „Wir müssen das Aggressionspotenzial erhöhen. Nordirland ist Tabellenführer. Unsere einzige Aufgabe ist es, alles daran zu setzen, das Spiel zu gewinnen.“ Joshua Kimmich blies ins gleiche Horn, der Bayern-Profi erwartet von sich und seinen Kollegen „mehr Galligkeit“.