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Niklas Levinsohn

Ist der Zug für Öztunali bei Mainz doch nicht abgefahren?


Levin Öztunali bestreitet bereits seine vierte Saison als Spieler des FSV Mainz 05. Auf der Rechnung hatte ihn vor der aktuellen Spielzeit eigentlich niemand.

Zu schwankend waren die Auftritte des Außenbahnspielers über die Jahre gesehen, ein konstant hohes Leistungsniveau erreichte Öztunali nie. Entsprechend schien es, als sei in Mainz die Geduld mit dem Enkel von Uwe Seeler endgültig abgelaufen. Bis zum sechsten Spieltag kam der frühere deutsche U21-Nationalspieler lediglich auf 19 Minuten Einsatzzeit. Bis er dann plötzlich in Paderborn in der Startelf stand und beide Treffer beim 2:1-Sieg der 05er vorbereitete.

„Levin hat sehr gute Trainingseinheiten absolviert, jetzt war es für ihn an der Zeit“, erklärte Coach Sandro Schwarz gegenüber dem ‚kicker‘, warum er Öztunali in die Anfangsformation berufen hatte. Der 23-Jährige sei „ein Beispiel für alle Spieler, dranzubleiben, an die Chance zu glauben und in jeder Trainingseinheit daran zu schrauben.“ Für den Mainzer Übungsleiter ist der Offensivmann „als Persönlichkeit gereift“.

Öztunali kommentierte seine Chance gegen Paderborn dem Fachmagazin zufolge so: „Ich habe versucht, dem Trainer zu zeigen, dass ich spielen möchte. Dann muss man aber die Leistung auch im Spiel bringen. Jetzt habe ich gezeigt, dass ich der Mannschaft helfen kann.“ Der Rechtsfuß ist aber eben auch erst 23, gefühlt einfach nur schon eine Ewigkeit dabei. Man vergisst schnell, wie jung er ist.