Klares Zeichen: Über 1000 Fanclubs unterschreiben 50+1-Initiative

Onefootball Louis Richter

Am 22. März soll auf der DFL-Mitgliederversammlung eine „ergebnisoffene Grundsatzdebatte“ bezüglich der 50+1-Regel geführt werden.

Im Vorfeld ging heute die Initiative „50+1 bleibt!“ online. Diese bietet Fanclubs, Fangruppen und Verbänden aus dem ganzen Land die Chance, sich einzutragen und sich klar gegen einen Wegfall der Regel zu positionieren. Bereits bevor die dazugehörige Website online ging, unterschrieben 1062 Fanclubs.

„Der Fußball bringt jede Woche hunderttausende unterschiedliche Menschen zusammen. Er gehört keinen Einzelpersonen, Unternehmen oder Investoren. Er gehört uns allen und darf nicht noch mehr zum Spielball einiger Weniger werden“, stellt die Initiative klar.

Weiter heißt es: „Am Ende geht es um noch mehr Geld, das an die immergleichen Profiteure durchgereicht wird. Für uns Fans wird der Fußball dadurch nicht besser und seine gesellschaftliche Verantwortung dadurch nicht gestärkt. Im Gegenteil.“ Passend dazu wird die Frage gestellt, ob man sich bezüglich der internationalen Wettbewerbsfähigkeit an “ wahnsinnigen Summen in Paris und einem verrückt gewordenen Markt in England“ orientieren wolle.

Damit einhergehend werde auch keine Grundsatzdebatte darüber gestattet, dass sich der „Profifußball in vielen Aspekten immer mehr von der Lebensrealität der normalen Leute entfernt“, sondern die 50+1-Regel generell in Frage gestellt.

Welchen Effekt die Initiative auf die anstehenden Diskussionen haben wird, ist schwer zu beurteilen. Klar ist aber, dass sich der absolute Großteil der deutschen Fanszene deutlich für 50+1 positioniert und somit Druck auf die Entscheider ausübt. Denn die Bundesliga wirbt gerne mit ihren bunten und stimmungsvollen Kurven, die bei einem Verfall der Regel vermutlich ein ganz anderes Gesicht bekommen würden.