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Helge Wohltmann

Hecking leidet mit 96: „Viele Verlierer im Moment“


Zu alten Vereinen hat man auch im schnelllebigen Fußballgeschäft eine besondere Beziehung. Deshalb leidet Dieter Hecking ebenfalls unter der Krise beim morgigen Gegner Hannover 96.

Der Absteiger ist auch in der 2. Bundesliga in den Abstiegskampf gerutscht und gibt nach Außen kein gutes Bild ab. Zuletzt musste beispielsweise Sportdirektor Jan Schlaudraff gehen, nachdem er den Posten erst im Sommer übernommen hatte. Im Interview mit dem ‚Sportbuzzer‘ äußerte sich Hecking kritisch über das öffentliche Auftreten Hannovers: „Es schadet allen, da gibt’s nicht nur einen, sondern viele Verlierer im Moment.“

Aufgrund der schlechten Saison gilt es, sich auf die wichtigen Dinge zu konzentrieren: „Jetzt muss man versuchen, die Saison halbwegs zu retten. Dazu war der Sieg in Fürth ein wichtiges Lebenszeichen. Vom Kader her müsste die Mannschaft wie auch Nürnberg ja oben dabei sein“, so der 55-Jährige, der auch in der Nähe von Hannover wohnt.

Warum es so schlecht bei 96 läuft, kann Hecking sich auch nicht erklären. Qualität sei eigentlich vorhanden: „Wenn ich mir die Aufstellung anschaue, dann stehen da elf Bundesligaspieler auf dem Platz. Da muss irgendwas schiefgelaufen sein.“

Auf die Frage, ob es ihn selbst noch einmal reizen könnte, seinem alten Herzensverein zu helfen, wiegelte er ab: „Ich wohne seit 24 Jahren in der Gegend von Hannover. Dass mein Bezug zu diesem Verein immer da sein wird, ist doch klar. Man weiß nie, wann und ob der Zeitpunkt kommt, dass man da noch mal den Faden aufnimmt. Im Moment sehe ich es nicht.“