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Erik Schmidt

Europa League: Eintracht vs. London 2.0, Fohlen im Rheinderby-Sandwich


Nach der Champions League ist vor der Europa League: Und der zweite europäische Vereinswettbewerb hat an diesem Donnerstag noch ganze 32 Partien zu bieten. Wir verraten euch, was ihr dazu wissen müsst.

Das Knallerspiel des Tages

Mit der Partie beim späteren Titelträger FC Chelsea verabschiedete sich Eintracht Frankfurt als Halbfinalist in der vergangenen Saison aus dem Wettbewerb. Die neue Spielzeit eröffnen die Hessen nun gegen keinen Geringeren als den FC Arsenal, Stadtrivale und Finalgegner der Blues. Nicht nur weil beide Teams zuletzt unter den letzten Vier landeten, ist diese Paarung eindeutig die spannendste des ersten Spieltags. Schließlich verspricht allein schon jeder Heimauftritt der Eintracht ein ganz spezielles Erlebnis.

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Die Londoner haben derweil mit einigen Startschwierigkeiten zu kämpfen. Der Auftakt in der Premier League verlief durchwachsen. Die mit Nicolas Pépé spektakulär verstärkte Offensive hat sich noch nicht wie erhofft zusammengefunden. Während Alexandre Lacazette momentan verletzt fehlt, feierte Mesut Özil gerade erst sein Comeback, trat die Reise nach Deutschland aber dennoch nicht mit an. Nur beim Ex-Dortmunder Pierre-Emerick Aubameyang läuft es schon wieder rund.


Wo gibt es das größte Überraschungspotenzial?

Daran, den FC Porto schon im Spätsommer in diesem Wettbewerb zu sehen, muss man sich erst einmal gewöhnen. Denn eigentlich sind die Portugiesen eine Etage höher Dauergast. Neun Jahre ist es inzwischen her, dass sie letztmals nicht für die Königsklasse qualifiziert waren. Am Ende der Saison 2010/11 stand der Sieg in der Europa League. Den goldenen Treffer beim 1:0-Erfolg im Finale gegen Sporting Braga hatte ein gewisser Falcao besorgt.

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Und dennoch könnte ausgerechnet Porto schon beim Auftakt Federn lassen. Schließlich geht es gegen Young Boys Bern. Der Schweizer Meister ließ in der vergangenen Saison den FC Basel ganze 20 Zähler hinter sich und scheiterte in der Champions-League-Qualifikation äußerst unglücklich mit zwei Unentschieden an Roter Stern Belgrad. Zwar verlor das Team einige Leistungsträger wie Kevin Mbabu (VfL Wolfsburg) und Djibril Sow (Eintracht Frankfurt), im Gegenzug konnte aber auch Fabian Lustenberger (Hertha BSC) in die Heimat zurückgelotst werden.


Das erwartet die anderen deutschen Teams

VfL Wolfsburg – PFK Olksandrija

Nach über dreieinhalbjähriger Abstinenz sind die Niedersachsen zurück auf der europäischen Bühne. Die ersten Auftritte unter Neu-Coach Oliver Glasner vermittelten den Eindruck, als seien die Wölfe auch bereit dazu. Das Team zeichnet speziell die aus den Eigengewächsen Robin Knoche und Maximilian Arnold sowie Kapitän Joshua Guilavogui sowie Torjäger Wout Weghorst funktionierende Achse aus. Obendrein hatte der VfL das Losglück auf seiner Seite.

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Im Duell mit den international noch recht unbekannten Ukrainern zählt zum Auftakt nur ein Sieg. Oleksandrija spielt erst seit 2015 erstklassig und landete in der zurückliegenden Saison hinter Shakhtar Donezk und Dynamo Kiew auf Rang drei. Die Mannschaft besteht fast ausschließlich aus einheimischen Akteuren, lediglich zwei Legionäre stehen im Kader von Trainer Volodymyr Sharan.

Borussia Mönchengladbach – Wolfsberger AC

Das Duell mit den Österreichern befindet sich aus Gladbacher Sicht im Rheinderby-Sandwich. Denn während die Fohlen am vergangenen Wochenende beim 1. FC Köln einen 1:0-Erfolg feierten, haben sie keine 72 Stunden nach der Partie gegen Wolfsberg Fortuna Düsseldorf zu Gast. Ob Marco Rose aus diesem Grund die Rotationsmaschine anwirft?

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„In Deutschland hatten wir die vergangenen Jahre immer wieder die Diskussion, wie ernst die Vereine die Europa League nehmen. Deshalb kann ich mir vorstellen, dass jeder genau hinschaut, wie wir auflaufen. Unabhängig davon werden wir eine richtig gute Mannschaft aufs Feld bringen“, erklärte der Borussia-Coach im Vorfeld. Den österreichischen Kontrahenten sollte Rose unterdessen bestens kennen, immerhin leitete er bis zum Sommer die Geschicke in Salzburg.


Wer zeigt was?

‚DAZN‘ zeigt alle 205 Begegnungen der neuen Europa-League-Saison. Neben der Einzelübertragung bietet der Streamingdienst auch eine Konferenzschaltung an. Jede Partie ist zudem im Re-Live auch an den Folgetagen noch zu begutachten.

Darüber hinaus überträgt ‚RTL Nitro‘ pro Spieltag ebenfalls eine Begegnung live. An diesem Donnerstag ist das für die Paarung zwischen Borussia Mönchengladbach und dem Wolfsberger AC der Fall.