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Matti Peters

Die Stimmung in Hannover ist „sicher nicht euphorisch“


Hannover gelang gegen den 1. FC Nürnberg ein wichtiger Sieg im Abstiegskampf. Mehr als ein Lebenszeichen war es aber nicht.

Nach fünf Niederlagen ohne eigenen Treffer haben die Niedersachsen ihre Durststrecke mit dem Erfolg über Tabellenschlusslicht FCN beendet. Der Schein trügt allerdings ein wenig. Auch gegen die Franken lieferte 96 keine Glanzleistung und profitierte von einem frühen Platzverweis und einem gut aufgelegten Nicolai Müller. Das weiß auch der neue Trainer.

„Ich habe zu den Spielern gesagt: Es ist großartig, dass wir ein Lebenszeichen gesetzt haben“, so Trainer Thomas Doll. „Unabhängig davon, dass wir alle wissen, dass wir unglaublich viel Arbeit vor uns haben. Das habe ich auch gesehen in den 90 Minuten“, warnte Thomas Doll gegenüber vereinseigenen Medien.

Weiterhin erkannte der 52-Jährige ein entscheidende Reaktion seiner Mannschaft. „Wir leben noch – und das ist, glaube ich, das Wichtigste für alle zusammen im Verein. Jetzt lasst uns alles raushauen die letzten Wochen und Monate. Dann wird der ein oder andere, der uns schon abgeschrieben hat, sich umschauen“, gab sich der Fußballlehrer kämpferisch.

Ähnlich positiv war auch der Sportdirektor gestimmt. „Wir sind in der Lage, dass wir es aus eigener Kraft schaffen“, gab sich Horst Heldt im Interview mit ‚Sky‘ kämpferisch. Er hält sogar eine Siegesserie für möglich, wie sie dem VfB Stuttgart in der vergangenen Spielzeit gelang: „Warum soll uns das nicht auch gelingen?“

Bei aller Freude über die Momentaufnahme, bleibt man in Hannover jedoch realistisch. „Die Stimmung in der Kabine war entspannt, aber sicher nicht euphorisch“, erklärte 96-Präsident Martin Kind gegenüber dem ‚kicker‘. Ein wenig Erfahrung hat der Verein ja auch im Abstiegskampf gesammelt und weiß dementsprechend worauf es ankommt.