Diallo will die Königsklasse „nicht mehr vor dem TV erleben“
Diallo will die Königsklasse „nicht mehr vor dem TV erleben“

Als Abdou Diallo für die kolportierte Ablösesumme von 28 Millionen Euro von Mainz 05 zum BVB wechselte, staunten viele Zuschauer und Experten nicht schlecht.

Nach nur einem Jahr bei den Nullfünfern wagte der Franzose den Sprung zu einem großen Klub. Und dort geht er als teuerster interner Transfer des Sommers in die Bücher ein. Ein Fakt, der ihm keinen Druck macht: „Die Preise sind die Preise. Das machen die Klubs alles unter sich aus und das ist auch nicht meine Angelegenheit. Ich wurde vom BVB verpflichtet, weil sie den Fußball mochten, den ich in Mainz gespielt habe“, sagte er im Interview mit ‚DerWesten‘.

Nun will er beweisen, dass er das Geld wert ist. Dabei muss er sich aber erst gegen die anderen Innenverteidiger durchsetzen. Vier Spieler kämpfen dabei um die Plätze in der Startelf: „Ohne Konkurrenz kann man sich nicht verbessern“, bleibt Diallo professionell und fügt an: „Wir verstehen uns untereinander alle sehr gut.“

Die bisherigen Testspielleistungen des 22-Jährigen machen den Fans Mut. Der 1,88-Meter-Mann tritt ruhig und souverän auf, dazu zeigt er sich technisch versiert. Genau diese Fähigkeiten will er aber nun auf höchste Ebene unter Beweis stellen. Und dabei gegen die Spieler bestehen, die er sonst in seiner Freizeit vor dem TV scoutet.

Diallo beobachtet bewusst die weltbesten Innenverteidiger. Dafür nimmt er es auch mal in Kauf, dass seine Frau wütend wird: „Die Videos im Internet nerven sie nicht so sehr, weil die kurz sind. Bei den großen Spielen, wie zum Beispiel in der Champions League, die es ja sehr häufig gibt, ist sie schon ein bisschen genervter. Aber diese Spiele will ich künftig auch nicht mehr vor dem Fernseher erleben, sondern im Stadion, am besten auf dem Platz“, blickt er voraus.