Onefootball
Matti Peters

Der Aufstieg macht sich auf in Unions Fanszene bemerkbar


Die Anhängerschaft des 1. FC Union Berlin gilt als  umgänglich und geht mit gutem Beispiel voran. Das und die neu erreichte größere Fußballbühne bringen einschneidende Änderungen mit sich.

Seit dem entscheidenden Relegationsrückspiel gegen den VfB Stuttgart am 27. Mai 2019 gab es mehr als 9000 Neueintritte. Zum 30. September ist die Mitgliederzahl auf 32.374 angestiegen. Damit hat Union fast schon Hertha BSC eingeholt. Der Lokalrivale hatte Mitte August 36.900 Mitglieder.

Für die Fans wird es dadurch aber auch zunehmend schwieriger an eins der begehrten Tickets zu kommen. Man muss Mitglied sein, um überhaupt an der Verlosung, die seit der neuen Spielzeit praktiziert wird, teilnehmen zu dürfen. Sicher haben ihre Eintrittskarte nur die 11.500 Dauerkarteninhaber. Die anderen müssen darauf hoffen, zu den 5500 glücklichen zu gehören, die gewinnen. Die restlichen 3000 Heimtickets sind für Vips, Sponsoren, Mitarbeiter oder Beobachter reserviert.

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Neulinge durchlaufen in der Regel erstmal eine Art Belehrung. Seit Anfang der 2000er gibt gewisse Grundsätze, die jeder Unioner zu herzigen hat. Wer bei Eisern dazugehören will, pfeift die Mannschaft nicht aus, macht keinen einzelnen Spieler zum Sündenbock und verlässt auch nie das Stadion vor dem Abpfiff.

So jedenfalls stellen sich die alteingesessenen Fans das vor. Geprägt wurden die Grundsätze von Daniel „Boone“ Blauschmidt. Sie werden deshalb auch als „Boone’sche Gesetze“ bezeichnet.