Onefootball
Helge Wohltmann

Darum sieht Preetz Selke als kommenden Nationalspieler


Als Vorbereiter lief es in den vergangenen Wochen, aber Davie Selke bekam den Ball einfach nicht über die Linie. Spätestens nach seinem Auftritt gegen Gladbach ist das vergessen.

Er wolle es einfach immer weiter versuchen, hatte er angekündigt, dann werde das Tor schon fallen. Seit November hatte er in der Bundesliga nicht mehr für die Hertha getroffen, sich dafür aber immerhin sechs Mal als Vorlagengeber hervorgetan. Stürmer messen sich selbst aber ja auch eher daran, wie viele Treffer ihnen gelingen und da sah es mit einem einzigen doch recht mau aus.

Gegen Gladbach platzte der Knoten aber endlich und Selke war der Spieler des Spiels, da ihm auch noch ein weiterer Assist gelungen war.

„Er ist in Gladbach nicht irgendeinem Spieler weggerannt, sondern einem Nationalverteidiger“, lobte Manager Michael Preetz. „Wenn Davie diese Top-Leistung dauerhaft abrufen kann, ist es nur eine Frage der Zeit bis er Nationalspieler wird. Der deutsche Fußball wartet auf einen Neuner, aktuell ist kein richtigen Mittelstürmer da.“

Für den 51-Jährigen ist Selke allerdings niemand, der nur im Strafraum auf seine Gelegenheiten lauert: „Er hat eine Top-Mentalität, ist absoluter Team-Spieler, für seine Größe von 1,94 Metern auf Strecke richtig schnell und zentral vor dem Tor gefährlich. Von der Statur ist er ein klassischer Mittelstürmer für den Strafraum, aber durch sein Tempo auch für das Konterspiel geeignet.“

Das wird sicherlich auch schon Joachim Löw aufgefallen sein.