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Helge Wohltmann

Chemnitz-Boss tritt nach Neonazi-Eklat zurück


Thomas Uhlig ist nicht länger kaufmännischer Geschäftsführer beim Chemnitzer FC. Das bestätigte der Klub auf seiner Webseite.

Damit zog Uhlig die Konsequenzen aus den Vorkommnissen bei der Partie am Samstag gegen Altglienicke. Vor dem Spiel war im Stadion einem bekannten Neonazi gedacht worden, der zuvor an einem Krebsleiden verstorben war. Wie der ‚MDR‘ berichtete, sei ein Bild von Thomas Haller auf der Videowand gezeigt und eine Schweigeminute abgehalten worden. Bei Haller soll es sich dem Bericht zufolge um einen in der rechten Szene vernetzten Hooligan gehandelt haben.

Der Stadionsprecher hatte zudem „den Hinterbliebenen das Beileid ausgesprochen“, wie der CFC bestätigte. Kritik hatte der Klub aber zunächst noch zurückgewiesen: „Entgegen der Berichterstattung des ‚MDR‘ war dies keine offizielle Trauerbekundung. Die Ermöglichung der gemeinsamen Trauer stellt keine Würdigung des Lebensinhalts des Verstorbenen dar. Es ist ein Gebot der Mitmenschlichkeit, den Fans des CFC und Hinterbliebenen, die darum baten, die gemeinsame Trauer zu ermöglichen.“

Wenige Stunden später zog Geschäftsführer Uhlig dann aber doch noch Konsequenzen: „Um weiteren Schaden vom Chemnitzer FC fernzuhalten, habe ich die Entscheidung getroffen, mit sofortiger Wirkung alle Ämter niederzulegen. In meiner Funktion als kaufmännischer Geschäftsführer und Veranstaltungsleiter trage ich die Verantwortung für die Spieltage des CFC und dessen Begleiterscheinungen“, erklärte er seinen Schritt in der Pressemitteilung.

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