BVB: Stimmung gegenüber RB Leipzig hat sich verschlechtert
BVB: Stimmung gegenüber RB Leipzig hat sich verschlechtert

Beim letzten Aufeinandertreffen zwischen dem BVB und RB Leipzig hatte es in Dortmund unschöne Szenen durch die Borussia-Fans gegeben. Torsten Schild, Vorstandsvorsitzender der BVB-Fanabteilung, sieht vor dem diesjährigen Spiel eine noch schlechtere Stimmung.

„Die Stimmung gegenüber Leipzig und vor allem Red Bull hat sich nicht verändert, sie ist eher noch kritischer geworden“, sagte er im Gespräch mit „Der Westen“. Allerdings seien sich die Anhänger bewusst, dass es Szenen wie im letzten Jahr nicht wieder geben dürfe. Damals waren RB-Fans körperlich angegriffen, beschimpft und mit Gegenständen beworfen worden.

Schild: „Natürlich ist Kritik angebracht und absolut gerechtfertigt, auch wegen der starken Medienresonanz nach dem Spiel, die von Red Bull auch mitinitiiert wurde. Aber das darf natürlich nicht in Gewalt ausarten – und das haben die meisten Fans begriffen.“ Als Strafe die Südtribüne zu schließen sei jedoch überzogen gewesen.

„Aber die Strafe ist natürlich absurd, wegen dieser Vorfälle 25.000 auszuschließen.“ Das habe auch der Verein so gesehen. Schild wolle aber nicht versuchen, die Vorfälle zu beschönigen: „Ich nehme das ernst, aber man muss das auch differenziert betrachten: Das, was da passiert ist, hat im Fußball grundsätzlich nichts zu suchen. Aber genauso wenig sollte man alle BVB-Fans und auch nicht alle 25.000 Fans auf der Süd unter Generalverdacht stellen.“

Die Partie am Samstag wird wahrscheinlich wieder eine hitzige Angelegenheit werden. Vonseiten der Fanabteilung würden jedoch keine besonderen Vorbereitungen getroffen, so Schild. „Das ist kein Spiel wie jedes andere, es ist schon ein gewaltiger Druck da. Aber im Vorfeld irgendwelche Szenarien zu erstellen, wäre noch gekünstelter als das Produkt RB Leipzig an sich. Wenn irgendwas schiefgeht, wovon ich nicht ausgehe, muss man im Einzelfall reagieren. Aber jetzt als Fanabteilung zu sagen „Benehmt euch“ – das wäre absurd und würde auch genau das Gegenteil bewirken.“