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Niklas Levinsohn

Buli-Topelf: Turbo-Werner, zwei Unioner und ein FCA-Lichtblick


Das vergangenen Wochenende lieferte die eine oder andere Überraschung. Demnach finden sich auch in der Elf des Spieltags einige Akteure wieder, mit denen im Vorfeld vielleicht nicht unbedingt zu rechnen war.


Tor

Oliver Baumann (TSG 1899 Hoffenheim): Am 3. Spieltag hielt der 29-Jährige als einer von nur drei Keepern seinen Kasten sauber, dabei feuerten die Leverkusener 20 Schüsse und 19 Ecken in Richtung seines Kastens. Baumann war auch dank der Hilfe seiner Mitspieler aber nicht zu bezwingen.

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Abwehr

Jonjoe Kenny (FC Schalke 04): Wer hätte gedacht, dass der junge Rechtsverteidiger nach drei Spieltagen Schalkes bester Torschütze ist? Wohl niemand. Nach zwei Eigentoren bescherte die Leihgabe des FC Everton den Königsblauen gegen Hertha auch endlich einen „richtigen“ Treffer. In seinem Kerngebiet, der Defensive, wusste Kenny ebenfalls erneut zu überzeugen.

Benjamin Pavard (FC Bayern München): Dass er Traumtore genauso wie haarsträubende Schläfrigkeiten beherrscht, bewies der Weltmeister bereits in der Vergangenheit. Gegen Mainz lieferte er seine ganze Bandbreite ab. Nach schwachem Start und Fast-Auswechslung bekam er jedoch eindrucksvoll die Kurve.

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Neven Subotic (Union Berlin): Der uninspirierte BVB-Auftritt war auch ein Verdienst der Berliner Defensive. Im Duell mit seinen Ex-Teamkollegen knüpfte der Serbe dabei an alte Zeiten an. Subotic präsentierte sich hinten sattelfest und versprühte zudem vorn Gefahr.


Mittelfeld

Ruben Vargas (FC Augsburg): Der Schweizer ist aktuell einer der wenigen Lichtblicke bei den Fuggerstädtern. In Bremen erzielte er bereits seine Saisontreffer zwei und drei. Dabei bewies der Dribbler trotz einer Körpergröße von nur 174 Zentimetern seine Kopfballstärke. An Vargas liegt die aktuelle Augsburger Krise jedenfalls nicht.

Kevin Kampl (RB Leipzig): Gleich zwei Leipziger Treffer leitete der Blondschopf mit starken Balleroberungen. Als Umschaltspieler scheint er prädestiniert für den Nagelsmann-Fußball. In der Vorwoche noch 90 Minuten auf der Bank bewarb sich der Slowene nun in Gladbach einmal mehr für einen Stammplatz.

Marius Bülter (Union Berlin): Seinen Platz in den Geschichtsbüchern der Hauptstädter hat der Flügelspieler seit Samstag sicher. Die Kaltschnäuzigkeit und Hingabe der Leihgabe des 1. FC Magdeburg bescherte Union den ersten Bundesligasieg überhaupt. Bülters Doppelpack legte die Grundlage für den sensationellen 3:1-Erfolg gegen Borussia Dortmund.

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Ivan Perišić (FC Bayern München): Nach Dortmund und Wolfsburg steht der Kroate nun auch in den Annalen des deutschen Rekordmeisters als Bundesliga-Torschütze. Beim Kantersieg gegen Mainz legte Perišić zudem auch einen Treffer vor und stellte damit Philippe Coutinho, den anderen Startelf-Debütanten, deutlich in den Schatten.

Ellyes Skhiri (1. FC Köln): Zum Toreschießen hat man Ellyes Skhiri nicht gerade nach Köln geholt. In Freiburg schlug er trotzdem zu. Und wie! Der Tunesier bescherte den Geißböcken mit einem feinen Solo den ersten Dreier der Saison. Außerdem ackerte Skhiri im Mittelfeld, überzeugte dabei mit Laufleistung und Zweikampfquote.

Angriff

Yuya Osako (Werder Bremen): Vom wuseligen Japaner erwarten die Anhänger der Hanseaten nicht weniger, als in Max Kruses Fußstapfen zu treten. Beim 3:2-Sieg gegen Augsburg bewies Osako, dass er dazu durchaus in der Lage ist. Der 29-Jährige erzielte nicht nur zwei Tore, sondern war auch das Schwungrad einer fulminanten Werder-Offensive.

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Timo Werner (RB Leipzig): Die Vertragsverlängerung mit den Sachsen scheint dem deutschen Nationalspieler Flügel zu verleihen. Den 3:1-Auswärtserfolg in Gladbach besorgte Turbo-Werner nahezu im Alleingang. Dabei bestach der 23-Jährige vor allem mit Geschwindigkeit und Coolness vor dem gegnerischen Kasten.