Bargfrede: „Alle sehen das große Ganze“
Bargfrede: „Alle sehen das große Ganze“

Florian Kohfeldt überrascht die Gegner gerne mit taktischen Kniffen, setzt dafür aber auch immer wieder Leistungsträger auf die Bank. Philipp Bargfrede erklärt, warum trotzdem keine Unruhe aufkommt.

Zuletzt musste Thomas Delaney eine knappe Stunde zuschauen, zuvor hatte es aber auch schon andere erwischt. Unter anderem Bargfrede, der zugibt, dass die Gespräche für Kohfeldt nicht immer ganz einfach sind. „Man sagt nicht gerade: Alles klar, danke, sitze ich eben auf der Bank“, so der Sechser zur „Deichstube“. Jubelstürme gebe es in diesen Momenten sicher nicht.

Allerdings sei auch niemand eingeschnappt oder verbreite schlechte Stimmung: „Bei uns gehen alle gut damit um, wenn sie mal auf die Bank müssen, weil alle das große Ganze sehen. Wichtig ist doch, dass wir als Team Erfolg haben.“

Und das klappt momentan sehr gut, führte Kohfeldt seine Mannschaft doch wieder auf die Nichtabstiegsränge. Deshalb hat er auch gute Argumente, wenn er mal wieder einen seiner Stars enttäuschen muss. Zumal er ihnen auch erklärt, was er sich bei seinen taktischen Kniffen denkt.

Kohfeldt: „Es war klar, dass unsere Achter viel laufen müssen. Zudem war die Wahrscheinlichkeit, dass Bargi 90 Minuten spielen kann, nicht so hoch.“ Delaney sollte entweder als defensiver Mittelfeldspieler oder als Achter neuen Schwung reinbringen. „Ich hatte das Privileg, dass wir von der Bank optimal auf den jeweiligen Spielverlauf reagieren konnten.“

Der Plan funktionierte reibungslos: Werder fuhr drei Punkte ein, Delaney konnte sich nach der englischen Woche etwas ausruhen und in den letzten 30 Minuten einen guten Auftritt hinlegen.