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Erik Schmidt

Ayhan: „Ich weiß mich cleverer anzustellen als mit 22, 23 Jahren“


Kaan Ayhan hat im Laufe seiner Karriere schon so manche Gelbe oder Rote Karte kassiert. Auch deshalb mag der Innenverteidiger von Fortuna Düsseldorf vor allem Partien, in denen es zur Sache geht.

„Die Begegnungen, die mir gefallen, sind schon die, in denen man sich gegenseitig ein bisschen kitzelt“, so Ayhan im Gespräch mit der ‚Rheinischen Post‘.

Psychologie gehört dazu

Die Brisanz und Dynamik einer Paarung könnten hin und wieder dazu führen, dass neben dem körperbetonten Spiel auch die Psychologie zum Tragen kommt. „Dann musst du die Grenzen des erlaubten Bereichs ausloten und es dem Gegenspieler möglichst schwer machen. Es geht nicht um dreckige Sachen, aber es ist gut, wenn der Gegner mal abwinkt und meckert“, verrät der 25-Jährige.

Speziell Defensivakteure sieht Ayhan in solchen Situationen im Vorteil: „Wir Verteidiger haben das Glück, das wir diejenigen sind, die dem Gegner wehtun müssen. Da ist dann mal ein Schubser drin, gerade nach einem verlorenen Zweikampf.“

Persönliche Rivalitäten entstanden dadurch im Laufe seiner Laufbahn bislang allerdings noch nicht. „Ich kann dem Gegenspieler meistens nach dem Spiel die Hand reichen und das auf dem Platz lassen“, so der Türke. Seinen letzten Platzverweis kassierte der Nationalspieler im Übrigen vor fast zwei Jahren.

Man darf Ayhan also durchaus glauben, wenn er sagt: „Heute weiß ich, mich cleverer anzustellen als mit 22, 23 Jahren.“