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🤔 Flashback der Redaktion: Das war das beste Tor unseres Lebens


Da der Fußball aktuell still steht, blicken wir gemeinsam als Redaktion zurĂŒck und erinnern uns an die besonderen Momente, die uns der Fußball geschenkt hat. Genau genommen geht es diesmal um das beste Tor.

Dominik Berger:  WĂ€re dieses Tor eine Statue, wĂ€re es der David von Michelangelo, absolute Perfektion. FĂŒr mich ist eine sinnvolle und zielfĂŒhrende Ballannahme immer mehr wert als Neymars fĂŒnfter Übersteiger vor dem Gegner. Jede Ballaktion muss der Sache dienen und Dennis Bergkamp war der Meister dieses Credos.

Alles an diesem Tor ist purer Instinkt und darum so perfekt. Angefangen beim Laufweg, dann dieses traumhafte Ballannahme, mit der Bergkamp Verteidiger Ayala nicht den Hauch einer Chance lĂ€sst und die dem StĂŒrmer im nĂ€chsten Bruchteil der Sekunde nur eine Möglichkeit lĂ€sst, diesen Ball formvollendet aufs Tor zu bringen und zwar mit dem rechten Außenrist. Dazu der Kommentator, dem genau bewusst ist, was er da gerade leibhaftig mit erlebt hat.


Antonia Hennigs: Auch wenn der Friseur von Lionel Messi sein Können vor 13 Jahren noch auf einem zumindest umstrittenen Niveau prĂ€sentierte, hinderte das den Argentinier nicht ansatzweise daran, seine QualitĂ€t auf den Platz zu bringen. Gegen den FC Getafe gelang ihm ein Abziehbild von Maradonas ĂŒberragendem Treffer bei der WM 1986, der sich hier wohl ebenso einen Platz verdient hĂ€tte.

Ohne lange darĂŒber nachzudenken mache ich aber Lionel Messi zum Teil unseres Redaktions-Flashbacks. Kurz vor der Mittellinie nimmt der damals 19-JĂ€hrige den Ball auf, lĂ€sst schon dort zwei Gegenspieler stehen, zieht zum Sprint ĂŒber den halben Platz an, lĂ€sst sich auch vor der Strafraumgrenze von weiteren Gegenspielern nicht mal im Ansatz aus der Ruhe bringen und wagt es dann tatsĂ€chlich auch noch, den Keeper aussteigen zu lassen.

 


Niklas Levinsohn: Ich kann kaum glauben, dass ich mich hier zwischen zwei Arsenal-Toren unter entscheidender Beteiligung von Olivier Giroud entscheiden musste. Aber Ehre, wem Ehre gebĂŒhrt. Aus Respekt sei die beste One-Touch-Sequenz aller Zeiten, vollendet von Jack Wilshere gegen Norwich, an dieser Stelle noch mal erwĂ€hnt. Aber fĂŒr mich muss es einfach Girouds Hackentreffer gegen Crystal Palace sein.

Von der Balleroberung bis zum Grande Finale kann ich mir kein schöneres Tor vorstellen. Dieser Konter, dieser Sprint, dieser Abschluss, dieser absolut unglĂ€ubige Ausdruck auf Girouds Gesicht wĂ€hrend er in perfekter Pose ĂŒber den Rasen des Emirates Stadiums rutscht – pure Vollendung.

 


Jan Schultz: Ich will ganz ehrlich sein: Freundschaftsspiele von der schwedischen Nationalmannschaft schaue ich mir eher selten in kompletter LÀnge an, weshalb ich den historischen Abend des 14. November 2012 nicht live vor dem Fernseher erlebt habe. Stattdessen hatte ich zu jenem Zeitpunkt mit ein paar Freunden ein einschlÀfernd langweiliges Testspiel des DFB-Teams in Amsterdam gesehen.

Und der Fernseher wĂ€re just nach Spielende wohl aus gewesen, wenn nicht Unfassbares aus Solna angekĂŒndigt worden wĂ€re. Historisch sollte jene Partie nicht etwa gewesen sein, weil sie die schwedische Friends Arena einweihte oder weil Zlatan Ibrahimović vier Dinger erzielte. Sie sollte es wegen seines letzten, einzigartigen Treffers gewesen sein.

Gespannt warteten wir also auf die Zusammenfassung – und wurden letztlich nicht enttĂ€uscht. Wir alle saßen mehrere Minuten mit heruntergefallener Kinnlade da und konnten nicht glauben, was bei diesem absurden FallrĂŒckzieher gerade passiert war. Und genauso reagiere ich auch heute noch, wenn ich diesen Treffer sehe.


Helge Wohltmann: Nehmen wir halt nochmal Arsenal und nochmal Bergkamp, auch wenn ich nicht weiß, warum Dominik ausgerechnet den Treffer gegen Argentinien ausgewĂ€hlt hat, wenn es doch diesen Treffer gibt.

Diese Ballannahme ist und bleibt von einem anderen Stern und wird auf ewig unerreicht bleiben. Da kommt auch kein Messi, Ronaldo oder sonst wer ran.