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Jan Schultz

DFB-Pokal: Frankfurt und Leipzig zittern sich in die n├Ąchste Runde


Am Sonntag starteten um 15:30 Uhr neun Begegnungen zeitgleich, zwei davon fanden in der regul├Ąren Spielzeit keinen Sieger. W├Ąhrend Eintracht Frankfurt nur mit einem Kraftakt ein neuerliches Erstrunden-Aus abwenden konnte, mussten der FC St. Pauli und der SC Paderborn l├Ąnger zittern.

FSV Salmrohr – Holstein Kiel 0:6 (0:1)

Nach mehr als einer halben Stunde Spielzeit wagte sich der Gastgeber gef├╝hlt erstmals so wirklich ├╝ber die Mittellinie und prompt geriet der einzige Sechstligist des Wettbewerbs in R├╝ckstand. Der auff├Ąllige Makana Baku vollendete den schnellen Konter der Kieler, die sich bis dahin offensiv nicht sonderlich einfallsreichen pr├Ąsentierten.

Jae-Sung Lee, David Atanga, der zudem dreimal assistierte, und erneut Baku nahmen unterdessen nach dem Wiederanpfiff z├╝gig jeglichen Druck vom Kessel. Baku kr├Ânte in der Schlussphase einen starken Auftritt mit seinem dritten Erfolgserlebnis. Au├čerdem schlug auch noch Finn Porath per Traumtor zu.

Tore: 0:1 Baku (39.), 0:2 Lee (54.), Atanga (63.), 0:4 Baku (65.), 0:5 Baku (77.), 0:6 Porath (88.)


Germania Halberstadt – Union Berlin 0:6 (0:1)

Die Berliner versuchten es von Beginn mit fl├╝ssigen Kombinationen, zur ersten Chance f├╝hrte jedoch eine Standardsituation. Und die wusste Neuzugang Kevin Schlotterbeck direkt zu nutzen. Der Innenverteidiger nickte einen Trimmel-Eckball wuchtig ein. Lenz und Gentner verpassten vor der Pause mit ihren Aluminiumtreffern zudem, den verdienten Vorsprung auszubauen.

Zwar besa├č der Regionalligist die erste Riesenchance nach Wiederanpfiff, die Tore aber erzielte das Team aus der Hauptstadt. Sebastian Andersson, Christopher Lenz, Joshua Mees, Robert Andrich und Anthony Ujah machten jegliche Hoffnung auf eine ├ťberraschung zunichte.

Tore: 0:1 Schlotterbeck (27.), 0:2 Andersson (65.), 0:3 Lenz (67.), 0:4 Mees (71.), 0:5 Andrich, 0:6 Ujah (89.)


Waldhof Mannheim – Eintracht Frankfurt 3:5 (2:2)

Obwohl als einziger Bundesligist bereits im Pflichtspielrhythmus erwischte die Eintracht einen ├Ąu├čerst schlechten Start in die Begegnung. Schon nach drei Minuten schob Valmir Sulejmani zur F├╝hrung des Waldhof ein. Kevin Trapp, der erst unter der Woche fest von Paris nach Frankfurt gewechselt war, hatte zuvor einen Flachschuss nicht festhalten k├Ânnen.

Nur wenig sp├Ąter lernte dann der n├Ąchste R├╝ckkehrer den Mannheimer Angreifer kennen: Da n├Ąmlich lie├č sich Martin Hinteregger von Sulejmani locker auswackeln, Trapp war beim folgenden Abschluss chancenlos. Den Hessen drohte also erneut ein Debakel wie im Vorjahr, als der damalige Titelverteidiger den Einzug in Runde zwei verpasste.

Die Eintracht ben├Âtigte einige Minuten, um sich von diesem Doppelschock zu erholen, ehe Daichi Kamada den Anschluss f├╝r die Hessen wiederherstellte. Eine fulminante erste H├Ąlfte, die wie gemacht f├╝r einen Pokalfight war, kr├Ânte Filip Kostic mit dem Ausgleich.

Die zweite Halbzeit lief wesentlich gem├Ąchlicher an. Auch, weil die Frankfurter mehrere gute M├Âglichkeiten nicht verwerten konnten. So scheiterten Paciencia und Hinteregger per Kopf am starken Mannheimer Schlussmann Markus Scholz. Besser machte es Jan-Hendrik Marx, der Waldhof mit einem Distanzknaller erneut in F├╝hrung brachte. Die hielt allerdings nicht lange an, denn nahezu im Gegenzug konterte Ante Rebic f├╝r die Hessen.

Der Kroate war es dann auch, der den Spielverderber gab. Denn nur sechs Minuten sp├Ąter sorgte Rebic, der kurz darauf sogar einen lupenreinen Hattrick perfekt machte, f├╝r die erste und am Ende entscheidende F├╝hrung der Frankfurter in dieser ├╝berragenden Partie.

Tore: 1:0 Sulejmani (3.), 2:0 Sulejmani (11.), 2:1 Kamada (21.), 2:2 Kostic (45.+1), 3:2 Marx (73.), 3:3 Rebic (76.), 3:4 Rebic, 3:5 Rebic (88.)


FC Oberneuland – SV Darmstadt 1:6 (0:3)

Der Zweitligist gab von der ersten Minute den Ton an, musste sich aber eine halbe Stunde lang gedulden. Dann haute Schnellhardt einen raus und versenke das Leder aus der zweiten Reihe sehenswert im linken Eck. Kurz darauf sorgten Mehlem und Dursun schon f├╝r die Entscheidung.

Nach dem Wiederanpfiff startete der Bremenligist pl├Âtzlich schwungvoll und schlug sofort zu. Die Freude w├Ąhrte allerdings nur kurz, denn die Lilien stellten den alten Abstand schnell wieder her. In der Schlussphase machte Dursun dann noch seinen Hattrick perfekt, Skarke besorgte den Endstand.

Tore: 0:1 Schnellhardt (32.), 0:2 Mehlem (38.), 0:3 Dursun (43.), 1:3 Jobe (48.), 1:4 Dursun (56.), 1:5 Dursun (75.), 1:6 Skarke.


VfB Eichst├Ątt – Hertha BSC 1:5 (0:3)

Regionalligist Eichst├Ątt empfing die Berliner in Ingolstadt. Dort lie├čen die Hauptst├Ądter aber mal ├╝berhaupt keine Zweifel daran aufkommen, wer am Ende als Sieger vom Feld gehen sollte. Ein fr├╝her Doppelschlag binnen 60 Sekunden brachte den Bundesligisten auf die Siegerstra├če. Hertha kontrollierte das Geschehen und legte noch vor der Pause das dritte Tor nach.

Nach dem Seitenwechsel bejubelte die Alte Dame bereits das vierte Tor, das aber wegen eines Handspiels nicht gegeben wurde. Stattdessen trafen im Gegenzug die Hausherren. Das wiederum machte den Bundesligisten nicht nerv├Âs, Kalou stellte den alten Abstand wieder her, Esswein sorgte anschlie├čend f├╝r den Endstand.

Tore: 0:1 Darida (11.), 0:2 Ibišević (12.), 0:3 Ibišević (31.), 1:3 Kügel (52.), 1:4 Kalou (62.), 1:5 Esswein (75.)


VfL Osnabr├╝ck – RB Leipzig 2:3 (1:3)

Vier Jahre nach dem Skandalspiel, das die Sachsen seinerzeit am Gr├╝nen Tisch gewannen, wollte RasenBallsport diesmal nichts anbrennen lassen. Der Start gl├╝ckte, denn Sabitzer staubte gegen den zuvor zweimal stark parierenden K├Ârber zur fr├╝hen F├╝hrung ab. Praktisch im Gegensto├č schlug der Zweitligist aber nach einem falschen Einwurf, wie er eigentlich im Buche steht, zur├╝ck.

Die Osnabr├╝cker hatten in der Folge R├╝ckenwind, Leipzig hingegen Probleme. Ein Doppelschlag binnen 60 Sekunden nahm dann aber den Druck vom Kessel. Der Favorit hatte in der Folge trotzdem nicht leichtes Spiel, denn der VfL steckte einfach nicht auf. Nach einem Handspiel von Klostermann besorgte Alvarez den Anschluss und l├Ąutete damit eine hei├če Schlussphase ein. Diese ├╝berstand der Bundesligist letztlich aber schadlos.

Tore: 0:1 Sabitzer (7.), 1:1 Amenyido (9.), 1:2 Klostermann (29.), 1:3 Sabitzer (31.), 2:3 Alvarez (Elfmeter, 74.)


1. FC Saarbr├╝cken – Jahn Regensburg 3:2 (0:0)

Die Regensburger durften nach nicht einmal zehn Minuten jubeln – allerdings nur ganz kurz. Palionis hatte sich bei seinem Kopfballtreffer aufgest├╝tzt, weshalb Schiedsrichter Waschitzki das Tor nicht gab. So ging eine weitestgehend ausgeglichene Partie torlos in die Pause.

Kurz nach dem Wiederanpfiff schlug dann aber pl├Âtzlich der Gastgeber zu, nachdem der flinke Jurcher zwei Gegenspielern enteilt war. Die Saarl├Ąnder durften aber nicht lange jubeln, denn knapp zehn Minuten sp├Ąter glich der Jahn per Elfmeter aus. Gr├╝ttner drehte die Partie anschlie├čend komplett.

Damit war aber noch lange nicht Schluss. Besuschkow holte sich direkt im Anschluss an das 1:2 f├╝r ein ├╝berhartes Einsteigen eine Rote ab, Saarbr├╝cken nutzte die ├ťberzahl prompt zum Ausgleich. In der Folge deutete alles auf Verl├Ąngerung hin – bis Jurcher in der dritten Minute der Nachspielzeit den viel umjubelten Siegtreffer erzielte.

Tore: 1:0 Jurcher (53.), 1:1 Besuschkow (Elfmeter, 64.), 1:2 Grüttner (74.), 2:2 Zeitz (76.), 3:2 Jurcher (90.)


VfB L├╝beck – FC St. Pauli 3:4 i.E. (2:3, 2:2, 1:0)

Der Au├čenseiter erwischte einen Traumstart und kombinierte sich nach nicht einmal zehn Minuten zur F├╝hrung. St. Pauli, das zuletzt schon in der Liga Probleme hatte, kam das nat├╝rlich ├╝berhaupt nicht entgegen. So wurden die Hamburger im ersten Durchgang nur einmal per Freisto├č etwas gef├Ąhrlich.

Nach dem Wiederanpfiff schien das Schicksal St. Paulis weiter seinen Lauf zu nehmen, denn ein abgef├Ąlschter Schuss segelte zum 2:0 in die Maschen. Die Kiezkicker stellten aber schnell den Anschluss her und lie├čen ebenso flott sogar den Ausgleich folgen.

Die Partie ging in der Folge in die Verl├Ąngerung, wo Knoll die Partie komplett drehte. Der Zweitligist machte anschlie├čend aber nicht den Deckel drauf und fing sich tats├Ąchlich noch den Ausgleich. Kurz vor dem Ende flog Diamantakos wegen Nachtretens vom Feld – und sah das Elfmeterschie├čen so nur von drau├čen. Himmelmann parierte dabei letztlich den entscheidenden Strafsto├č.

Tore: 1:0 Deichmann (9.), 2:0 Thiel (55.), 2:1 Sobota (63.), 2:2 Diamantakos (66.), 2:3 Knoll (94.), 3:3 Arslan (115.)


SV R├Âdinghausen – SC Paderborn 2:4 i.E. (3:3, 3:3, 0:2)

Der Vier-Klassen-Unterschied machte sich im ersten Abschnitt vor allem in der Chancenverwertung deutlich. Der Regionalligist lie├č beste M├Âglichkeiten ungenutzt, traf zudem nur den Pfosten. Der Bundesligist hingegen schlug in Person von Uwe H├╝nemeier und Christopher Antwi-Adjei eiskalt zu. Der Innenverteidiger hatte einen Freisto├č sehenswert in den Winkel gezirkelt, sein Teamkollege donnerte derweil einen Schuss gewaltvoll unter die Latte.

Nach dem Seitenwechsel stellten aber auch die Hausherren ihre Abschlussqualit├Ąten unter Beweis. Simon Engelmann schickte mit einer einzigen Bewegung nicht nur H├╝nemeier und Huth zur Pommesbude, sondern brachte gleichzeitig auch neue Spannung in das Geschehen. Als dann jedoch Streli Mamba f├╝r Paderborn erh├Âhte, schien die Begegnung bereits entschieden.

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Aber nicht mit R├Âdinghausen! Joker Lars Lokotsch hielt mit seinem sp├Ąten Doppelpack die Sensation am Leben. Schon in der vergangenen Saison warf der Regionalligist mit Dynamo Dresden einen h├Âherklassigen Kontrahenten raus. Die Partie ging in die Verl├Ąngerung, die aber nichts am Resultat ├Ąnderte.

So musste auch in R├Âdinghausen das Elfmeterschie├čen her. In dem gab sich der Bundesligist keine Bl├Â├če. Die Hausherren scheiterten zweimal, Oliveira Souza verwandelte den letzten Strafsto├č f├╝r den SCP.

Tore: 0:1 Hünemeier (29.), 0:2 Antwi-Adjei (43.), 1:2 Engelmann (53.), 1:3 Mamba (73.), 2:3 Lokotsch (80.),  3:3 Lokotsch (85.)