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Helge Wohltmann

📊 Diese Topklubs gehen bei den GehĂ€ltern am meisten ins Risiko


Klar, in der Premier League und bei den spanischen Top-Klubs werden die höchsten GehÀlter gezahlt. Das höchste Risiko geht aber ein italienischer Klub ein.

Denn das Geld, das die Profis einstreichen, muss ja auch irgendwie verdient werden. FĂŒr die europĂ€ischen Topklubs ist das immer wieder ein Balanceakt. Gute Spieler kommen nur, wenn gute GehĂ€lter gezahlt werden. Allerdings sollten diese insgesamt nicht zu hoch angesetzt sein, mĂŒssen sie doch meist ĂŒber mehrjĂ€hrige Vertragslaufzeiten gezahlt werden. Sollte also mal (ĂŒberraschend) der Umsatz einbrechen, drohen große Verluste fĂŒr die Klubs, die mit zu viel Risiko kalkuliert haben.

Der Twitter-Account ‚Swiss Ramble‘, der sich hauptsĂ€chlich mit Wirtschaftsthemen im Fußball beschĂ€ftigt, hat sich angeschaut, welche Topklubs in Europa an ihrem Umsatz gemessen den höchsten Ausgabenanteil fĂŒr GehĂ€lter haben. DafĂŒr wurden immer die möglichst aktuellsten Zahlen genutzt.

Es zeigt sich, dass Juventus Turin 2018/19 ganze 71 Prozent seines Umsatzes fĂŒr GehĂ€lter ausgab, was unter anderem durch die Verpflichtung von Cristiano Ronaldo erklĂ€rt werden kann. Der italienische Dauermeister scheint sich keine großen Sorgen zu machen, dass sich seine komfortable Situation in der Serie A Ă€ndern könnte.

Überraschend sind die hohen Zahlen bei AtlĂ©tico Madrid (70 Prozent) und der AS Roma (64 Prozent), die 2017/18 ein großes Risiko eingingen, um im Konzert der Großen mithalten zu können.

Barça mit gesĂŒnderer Gehaltsstruktur

Bei den anderen Klubs sieht das mittlerweile deutlich gesĂŒnder aus. Insbesondere der FC Barcelona hat sich im Laufe einer Saison deutlich verbessert und den Anteil von 70 Prozent auf 59 Prozent reduziert, indem sie sich vor der Saison 2018/19 von zahlreichen Großverdienern trennten.

Der FC Bayern (48 Prozent) und Borussia Dortmund (54 Prozent) befinden sich im Mittelfeld der Topklubs, wĂ€hrend Tottenham nur 39 Prozent seines Umsatzes fĂŒr GehĂ€lter ausgibt. Bei den Spurs dĂŒrfte das daran liegen, dass sie ihr neues Stadion abbezahlen mĂŒssen und deshalb nur bedingt in Spieler investieren können. Ein Umstand, der beispielsweise Mauricio Pochettino zunehmend frustriert.