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Matti Peters

🎙 DFB-Pokal-Stimmen vom Montag: „Einfach das Ding reinschmettern“


Die erste Pokalrunde wurde im Viererpack mit jeder Menge Pokalfight, Leidenschaft und Mut abgerundet. Die wichtigsten Reaktionen gibt es hier.

Die Stimmen im Überblick

Energie Cottbus – Bayern München 1:3 (0:1)

Niko Kovač (Trainer Bayern München):„Meine Mannschaft hat es gut gemacht. In der zweiten Halbzeit hätten wir ein bisschen mehr den Ball halten können, aber im Großen und Ganzen bin ich zufrieden. Die Jungs von Energie haben alles gegeben. Es war ein tolles Spektakel.

Wir hatten viel Ballbesitz, haben den Gegner hinten eingeschnürt, mussten aber immer wieder auf die Konter aufpassen. Im letzten Drittel müssen wir noch gezielter, noch genauer den letzten Pass spielen. Das hätten wir besser machen können.“

Claus-Dieter Wollitz (Trainer Energie Cottbus): „Wir haben öfters zu passiv verteidigt. Insgesamt hätten wir vielleicht etwas mutiger sein können. Aber es war ein verdienter Sieg und wir haben alles reingeworfen. Am Ende gewinnt halt die Mannschaft mit der größeren individuellen Klasse.“


Hansa Rostock – VfB Stuttgart 0:1 (0:1)

Tim Walter (Trainer VfB Stuttgart): „Uns war klar, dass es vor ausverkauftem Haus in Rostock keine einfache Aufgabe für uns ist. Es war ein intensives Spiel, in dem wir uns das Leben etwas schwerer als nötig gemacht haben, weil teilweise das Tempo und die Genauigkeit gefehlt haben.

Wir hätten im letzten Drittel konsequenter sein müssen, dann hätten wir das Spiel früher für uns entscheiden können. Unter dem Strich haben wir aber verdient die nächste Runde erreicht und sind zufrieden mit dem heutigen Abend.“

Jens Härtel, (Trainer Hansa Rostock): „Im Fußball zählen die Tore. Stuttgart hat eins gemacht und gewonnen. Wir hatten gute Ballgewinne und gute Möglichkeiten, um in Führung zu gehen. Wir waren aber häufig beim letzten Pass zu unpräzise. Beim Standard, der zum Gegentor geführt hat, haben wir nicht aufgepasst.

Nach dem Rückstand hatten wir auch noch Chancen, aber der Ball wollte nicht rein. Ich kann meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen, sie hat den Matchplan gut umgesetzt. Wir müssen jetzt gut regenerieren. Das Spiel hat viel Kraft gekostet.“


Karlsruher SC – Hannover 96  2:0 (0:0)

Mirko Slomka (Trainer Hannover 96): „Wir sind gut ins Spiel reingekommen, haben spielerische Lösungen gesucht und teilweise auch gefunden. Aber uns fehlt die Konsequenz vor der Kiste. Das ist eine Frage der Abgebrühtheit. Wir müssen auch einmal einfach das Ding reinschmettern.

Egal wie – das muss nicht immer toll aussehen. Kampfgeist und Wucht des KSC haben heute den Ausschlag gegeben. Wenn wir vor der Halbzeit in Führung gehen, läuft das Spiel vielleicht anders. Aber dafür können wir uns nichts kaufen. Respekt für die Leistung der Karlsruher.“

Alois Schwartz (Trainer Karlsruher SC): „Wir haben das Spiel gewonnen. Das ist schön und freut uns. Schon in der ersten Halbzeit hatten wir vier richtig gute Möglichkeiten. Heute waren wir achtsam und haben gut nach vorne gespielt. Im Pokal zählt der Sieg und ich denke, dass wir die Partie verdient gewonnen haben.“


Hallescher FC – VfL Wolfsburg 3:5 n.V. (3:3, 1:1)

Oliver Glasner (Trainer VfL Wolfsburg): „Ich möchte Halle zu einer wirklich engagierten Leistung gratulieren. Es war hier heute äußerst schwierig für uns. Mit dem ersten Torschuss des Gegners sind wir in Rückstand geraten, haben dann super reagiert, aber nach dem Wechsel bei Standards nicht aufgepasst. Was meine Mannschaft in der Verlängerung dann abgeliefert hat, davor ziehe ich den Hut.

Wir waren in Unterzahl, hatten in der Nachspielzeit den Ausgleich kassiert, sind aber trotzdem so zurückgekommen, stabil geblieben und haben das Ganze durchgezogen. Deswegen, denke ich, war das Weiterkommen verdient.“

Torsten Ziegner (Trainer Hallescher FC): „Glückwunsch an den VfL Wolfsburg zu einem Sieg, der über die gesamten 120 Minuten betrachtet in Ordnung geht. Es war von beiden Teams ein sehr intensives Spiel. Und wir wussten, dass wir nur auf diese Art und Weise eine Chance haben würden. Mit Ausnahme der ersten fünf Minuten in der Verlängerung haben wir es sehr ordentlich gemacht.

Zweimal gegen einen Bundesligisten zurückzukommen, das zeugt von großer Moral. Die Klasse, die Wolfsburg gerade in Unterzahl gezeigt hat, gab am Ende aber den Ausschlag, deshalb ist das Ergebnis verdient. Trotzdem gehen wir alles andere als unzufrieden nach Hause.“